Archiv für den Monat: November 2015

Kratzt das nicht?

Mit Sicherheit kratzt das. Und wie bekommt man das Zeug wieder rausgewaschen? Die Männer von The Gay Beard zeigen bei Instagram ziemlich absurde Bart-Varianten. Ihre Glitzerbärte haben bereits einige Nachahmer gefunden. Ich freue mich, wenn mindestens ein Kollege so zur Weihnachtsfeier kommt!

Fotos: Instagram und The Gay Beards

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Wie mans macht, macht mans falsch

Es ist eine bewusste Entscheidung gewesen diesen Blog in den vergangenen Tagen ruhen zu lassen. Das dominierende Thema in den Medien war Paris. Natürlich gab es auch im Netz eine Vielzahl an Memes, Bildergalerien und Karikaturen, die sich mit den Anschlägen auseinandergesetzt haben. Wichtiger erschien mir allerdings die konkrete Nachrichtenlage in den klassischen Medien und weniger einen Überblick zu geben, wie Menschen im Internet damit umgehen.

Doch die Kritik an diesem Umgang wird immer mehr – an gefühlt allem und jeder Art von Umgang. Ich liebe die Partizipationsmöglichkeit, die das Internet bietet. Öffentliche Kommunikation hat sich dadurch verändert, Informationen sind für immer mehr Menschen zugänglich, immer mehr Menschen können informieren, die Hoheit der Medien eine Nachrichten-Agenda zu bestimmen wird verringert – und auch wenn genau da mein Job liegt und mit den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten zu kämpfen ist, bin ich überzeugt davon, dass das Netz mehr Chancen als Risiken bietet.

Manchmal muss ich aber auch sehr schlucken, wenn ich den Browser starte. Kommentarfunktionen werden in diesem Land viel zu häufig genutzt, nur um Frust loszuwerden und zu kritisieren – und das wenig konstruktiv. Zum Thema Flüchtlinge und Hetze im Netz ist das bereits immer wieder besprochen worden. Nun, nach den Anschlägen in Paris, ist der Tonfall ein anderer, aber kritisiert wird doch sehr viel.

Bereits am Freitag Abend regten sich zahlreiche Nutzer bei Twitter auf, dass die ARD ihre Sportkommentatoren hängen lassen würde. Bestimmt war es nicht optimal, aber wie der Journalist Udo Stiehl ausführlich beschreibt, gibt es eben auch kein optimal in einem Krisenfall. Als die Germanwings-Maschine abstürzte, warf man den Medien vor zu viel zu berichten, obwohl es noch kaum gesicherte Aussagen gab. Nun war es den Zuschauern zu wenig. Wie mans macht, macht man es also falsch.

Das gilt inzwischen sogar für Privatpersonen. Facebook teilt sich in zwei Gruppen – die einen ändern ihr Profilbild in die Trikolore, die anderen posten Memes in denen es sarkastisch heißt: „Wenn noch eine Million Menschen ihr Profilbild ändern, gibt der IS auf.“ Das ist ungefähr genauso konstruktiv wie das Profilbild zu ändern. Beißt sich so nicht die Katze selbst in den Schwanz?

Wir sind Paris, wir stehen zusammen? Ja! Und bestimmt mit dem besten Wissen und Gewissen – da braucht es kein Zicken.

Wohl eher eine Regenwolke

Wir werden abgehört und ausspioniert, ganz besonders von der NSA. Deshalb will Microsoft nun eine deutsche Cloud rausbringen, die alle Daten auf deutschen Servern speichert. Als eine Art Treuhänder soll die Telekom dienen.

Prinzipiell schön, wenn die Daten nicht gleich in Amerika ausliegen. Aber da war doch was, ach ja, die NSA hatte sich vielfach mit Hilfe des BND umgeschaut. Wo soll dann da der Vorteil sein?

Und dann hatte ausgerechnet die Telekom doch neulich die prima Idee für Spezialdienste Geld zu verlangen – vielleicht wäre die deutsche Wolke eine weitere Einnahmequelle…

One Pot Pasta

Das Netz ist voll auf die Nudel gekommen. Der Trend kommt von der amerikanischen Hausfrau Martha Stewart. Ihre zwei Haushaltshilfen sollen das Rezept in Italien in einem kleinen Restaurant entdeckt haben – dabei werden Nudeln und alle Zutaten für die Soße in einem Topf gekocht. Stewart gefiel es so gut, dass sie das Rezept in einem ihrer Kochbücher publizierte.

Auf Instagram und Co finden sich zahlreiche Fotos von der One Pot Pasta. Onepotpastaroh

Wollte ich natürlich auch ausprobieren. Neben den Nudeln hab ich frischen Spinat, Lachs, Frühlingszwiebel und Tomaten in den Topf gegeben. Statt viel Wasser zu nehmen, wie man es üblicherweise bei Nudeln macht, kommt auf 250 Gramm Nudeln nur etwa ein halber Liter Wasser. Durch die Stärke, die aus den Nudeln kommt, werden alle Zutaten zu einer Soße gebunden. Schmeckt tatsächlich! Und der Abwasch beschränkt sich auf einen Topf.

Onepotpastafertig