Archiv für den Monat: Dezember 2015

Googles häufigste Suchbegriffe

Das sind also die Top Suchbegriffe 2015.

  1. Sonnenfinsternis
  2. Pegida
  3. Flugzeugabsturz
  4. Dschungelcamp
  5. Paris
  6. IPhone 6s
  7. Griechenland
  8. Charlie Hebdo
  9. Helmut Schmidt
  10. Windows 10

Die meistgesuchten Fragen, die mit dem Wort „Was“ anfingen, waren:

  1. Was koche ich heute?
  2. Was ist Pegida?
  3. Was kostet ein Brief?
  4. Was kommt heute im TV?
  5. Was ist LIebe? und Was hilft gegen Sodbrennen?
  6. Was ist 0 geteilt durch 0?
  7. Was soll ich studieren?
  8. Was ist mein Auto wert?
  9. Was sind Pastinaken?

Reagieren manche Menschen auf Pastinaken mit Sodbrennen? Oder wie lassen sich diese beiden Fragen anders erklären?

Die meistgesuchten Fragen, die mit dem Wort „Wie“ anfingen, waren:

  1. Was ist meine IP?
  2. Wie wird das Wetter?
  3. Wie spät ist es?
  4. Wie geht es dir?
  5. Wie heißt du?
  6. Wie schnell ist mein Internet?
  7. Wie hoch ist der Eiffelturm?
  8. Wie geht es Michael Schumacher?
  9. Wie alt bin ich?
  10. Wie heißt das Lied?

Gibt es seit neustem ein Weltwetter? Ist der Klimawandel schon so weit fortgeschritten, dass überall das gleiche Wetter wie in Freiburg ist? Und steht die Uhrzeit nicht in aller Regal bei Windows unten rechts in der Ecke, beim Mac oben rechts und beim Smartphone wird sie sofort angezeigt, wenn ich den Browser schließe – also warum googelt man die Uhrzeit? Und woher soll Google mein Alter wissen? Über die Standleitung zur NSA?

 

Apple-Chef rechtfertigt den „Buckel“

Der Spott über den zusätzlichen Akku für das IPhone 6 und 6s war groß – im Netz wurde er wenig charmant als „Buckel“ bezeichnet. Nun hat sich Apple-Chef Tim Cook gegenüber Mashable dazu geäußert. Er rechtfertigt den Buckel mit der Praktikabilität. Zöge sich der Akku über die gesamte Rückseite des IPhones, ließe es sich nur mehr schwer aus der Silikonhülle, in der der Akku steckt, ziehen. Seit wann genau werden bei Apple Produkte entworfen, die vor allem praktisch sind und dafür weniger gut aussehen?

Der Challenge-Wahn zieht seine Runden

Platsch, da ist das Kondom gerissen. Schwanger werden kann man davon nicht. Das Präservativ soll bei diesem Internettrend schließlich zerreißen. Und dafür wird es unüblicherweise über den Kopf gezogen. Die Kondom-Challenge ist ein neuer Auswuchs des Mutprobenwahns im Internet: Ein Kondom wird als eine Art Wasserbombe über dem Kopf fallen gelassen. Bizarrer geht es eben doch immer.

Am Anfang stand die Ice Bucket Challenge

Die Liste der Challenges, die im Internet für Belustigung sorgen, ist lang. Am bekanntesten war wohl vergangenes Jahr die Ice Bucket Challenge, bei der sich Menschen in aller Welt einen Kübel mit Wasser und Eiswürfeln über den Kopf gegossen haben. Mit dabei waren zahlreiche Prominente wie Bill Gates, Mark Zuckerberg oder Helene Fischer. Damals hatte die Aktion allerdings einen ernstes Hintergrund – es wurden zum Spenden für die Erforschung der Nervenkrankheit ALS aufgerufen. Mehr als 100 Millionen Dollar sollen bei der ALS Stiftung eingegangen sein.
Doch das Kondom über dem Kopf ist ausschließlich für den Spaß des Zuschauers gedacht. Auch die Teilnehmer lachen sich schlapp, besonders wenn das Kondom nicht wie geplant platzt. Darin liegt aber auch die Gefahr des Netztrends, mit Gummi vorm Mund atmet es sich nicht sonderlich gut. Ist auch noch Wasser darin, kann das beim Lachen in die Lunge geraten. Was als lustig empfunden wird, liegt im Auge des Betrachters. Sogar noch gefährlicher war vor Kurzem die Challenge, bei der ein Kondom durch die Nase geschnupft wurde.

Planking, Frozen Chook und Schmerztabletten

Pubertäre Mutproben erschienen früher harmloser. Auf den höchsten Baum zu klettern oder vom zehn-Meter-Turm im Freibad springen war unbedenklicher, es gab allerdings auch keine Möglichkeiten, Videos von seinen mutigen Taten zu teilen. Jetzt kann jeder zuschauen, kommentieren und auf den meisten Plattformen auch Bewunderung oder Ablehnung ausdrücken. Der Challenge-Wahnsinn zieht seine Runden. Und die Herausforderungen steigern sich schnell ins Absurde.
Beim Planking ging es darum, sich gerade wie ein Brett auf möglichst spektakuläre Weise hinzulegen, beim Frozen Chook fielen die Hüllen. Nackt, zusammengerollt und die Arme wie ein Hühnchen vom Körper abspreizen, sich fotografieren lassen und online stellen – das war schon alles, was man tun musste.
Als Mutprobe galt auch die Schmerzmittel-Challenge. Jugendliche in Großbritannien sollen sich gegenseitig dazu aufgefordert haben, so viele Tabletten wie möglich zu nehmen. Dabei kann es zu tödlichen Nieren- oder Leberversagen kommen. Ob die Kids tatsächlich etwas so Riskantes zum Spaß machen, kann immerhin bezweifelt werden. Sucht man nach dem entsprechenden Hashtag, finden sich fast nur Warnungen vor dem Missbrauch von Schmerztabletten.

Porno-Parodie auf Dagi Bee

Vloggern, also Blogger, die Videos bei Youtube von sich zeigen, binden häufig über Challenges die Zuschauer mit ein. Allen voran die bei Jugendlichen äußerst beliebte Dagi Bee. Sie lädt ihre Fans regelmäßig dazu ein, bei Schmink-Challenges mitzumachen und eigene Videos davon online zu stellen. Immer dabei sind Produktpräsentationen. Kann ich mich mit dem neuen Make-Up einer bestimmten Firma in nur drei Minuten schminken? Wie viel Geld die 21-Jährige inzwischen fürs Sponsoring bekommen hat, ist nicht bekannt. Dafür muss sie nun hinnehmen, dass eine Pornodarstellerin sie parodiert – dabei hält Doggy Bee, wie sich Luna Love in dem Video nennt, die Wimperntusche ähnlich nah in die Kamera, die Herausforderung liegt allerdings nicht in der begrenzten Zeit, sondern darin, dass sich ein Mann gleichzeitig mit ihr vergnügt. Love gewinnt ihre Challenge, und ihr darf hinreichend komödiantisches Talent nachgesagt werden.

Form follows Function

Kurz hab ich überlegt, ob der 1. April ist. Im Apple Store gibt es plötzlich einen zusätzlichen Akku für das IPhone 6 zu kaufen. 119 Euro für bis zu 25 Stunden Laufzeit. Allerdings schaut das Teil nun wirklich nicht nach Apple aus.

Gerade kamen Gerüchte auf, dass Apple bei kommenden IPhone auf den Kopfhöreranschluss verzichten würde, um das Gerät noch schmaler zu machen. Nun bekommt es einen Buckel?

Das geht zu weit

In der Mode muss ja alles immer auf die Spitze getrieben werden. Um dann gebrochen zu werden. Nach der Renaissance kam die Spanische Mode – nach der etwas freizügigen Kleidung also riesige Halsmanschetten, auch genannt Mühlsteinkragen, weil sie so groß waren wie Mühlsteine. Nach der super super Skinny Jeans machen sich die Schlaghosen grad breit. Nach jahrelangem Rasieren aller Körperstellen, wird das Achselhaar bei Frauen zum Trend. Natürlich wird dann auch dort Glitter reingeschmiert. Wir wissen, was folgen wird….das werde ich dann aber nicht posten! Das will doch keiner mehr sehen!

Foto: Instagram more_ink_