Archiv für den Monat: März 2016

Es geht also auch ohne

Der Streit zwischen dem FBI und Apple um das Entschlüsseln eines IPhones, das einem der Attentäter von San Bernadino gehörte, hat sich erledigt. Allerdings nicht, weil einer der beiden nachgab, sondern weil es das FBI anscheinend schaffte das IPhone selbst zu entschlüsseln – mit Hilfe eines Dritten, so die Staatsanwaltschaft. Wer dieser Dritte ist und was er genau tat, bleibt offen. Man mag sich sogar fragen, ob es ihn gibt oder ob eine Allmacht des FBIs mit der Behauptung demonstriert werden soll. Vielleicht ist das aber auch nur meine naive Hoffnung, weil ich nicht möchte, dass mein Telefon entschlüsselt werden kann.

Apple selbst hat unterdessen ein kluges Statement abgegeben: „Apple glaubt fest daran, dass die Menschen in den USA und in der ganzen Welt ein Recht auf Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre haben. Das Eine für das Andere zu opfern, setzt Menschen nur noch größerer Gefahr aus.“

Auch Datenschützer begrüßten, dass Apple nicht vor Gericht dazu gezwungen wurde, das Telefon zu entschlüsseln. „Die Glaubwürdigkeit des FBI hat einen neuen Tiefpunkt erreicht“, erklärte Evan Greer von der Organisation „Fight for the Future“ der AFP. Die Ermittler hätten das Gericht und die Öffentlichkeit belogen, um einen „gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen, der uns alle weniger sicher gemacht hätte“.

mit AFP

ICQ kommt zurück

Ahoh – das Geräusch erinnerte ein bisschen an die Teletubbies, es war ja auch ungefähr die gleiche Zeit, als die Babysendung und der quasi Ur-Messenger in den 90ern starteten. Längst wurde ICQ aber von Skype oder WhatsApp überholt.

Nun will der Dienst wieder angreifen und bringt eine neue Version heraus. In der sollen Videotelefonie, Gruppenchats und die Übertragung von Daten bis zu vier Gigabyte möglich sein. ICQ kommt auch mit einem großen Emoji-Pakt daher und das ist das eigentliche, was mich wirklich auf die Durchsetzung nach Wiedereinführung hoffen lässt – früher gab es nämlich einen kotzenden Smiley und den vermisse ich bislang bei allen anderen Diensten. Sticker gibt es natürlich auch. Damals war der „I cant hear you“-Sticker sehr beliebt bei mir. Würde mir auch noch immer gefallen.

Ich habe sogar meinen Account noch, irgendwo auf dem Mac mit Adium verknüft. Wer macht mit bei der Reaktivierung?

Hier gibts die neue Version zum Runterladen.

Peeple startet – die App des Grauens

Es ist nahezu unfassbar, dass Menschen überhaupt auf die Idee zu dieser App gekommen sind und noch dreister, dass sie nun tatsächlich an den Start geht (erstmal noch nur in den USA): Peeple ist eine App, in der Menschen andere Menschen bewerten können. Jeweils in den Kategorien Persönlich, Beruflich und in Liebessachen. Dabei gibt es negative, neutrale und positive „Empfehlungen“ – so werden die Bewertungen in der App bezeichnet. Außerdem kann man Kommentare zu einer Person hinterlassen.

Nun könnte man meinen, dass sich dort eh niemand freiwillig anmeldet, allerdings lassen sich auch Personen bewerten, die sich nicht registriert haben. Anmelden kann sich jeder mit seinem Facebook-Account. Wer bewertet wird, ohne angemeldet zu sein, soll eine Benachrichtigung erhalten – bisher ist unklar auf welchem Weg das geschieht. Via Facebook oder der dort hinterlegten E-Mail-Adresse? Danke, lasche Datenschutzgesetze. Selbst wenn man das perfide Bewertungsroulette nicht mitspielen möchte, ist die Versuchung also groß sich vorsichtshalber umzuschauen, ob Bewertungen für einen selbst vorliegen.

Immerhin bedürfen die Kommentare der Zustimmung des Bewerteten. Doch die Entwickler haben noch mehr Abartigkeit im Petto – es soll eine Bezahlversion rauskommen, bei der man alle, auch die abgelehnten Bewertungen sieht.

Für wen diese App sinnvoll sein soll? Zunächst natürlich für die Kontostände der Entwickler. Die behaupten aber es ginge dabei um die Verbesserung des eigenen Seins. Wenn in einem Kommentar etwa steht, dass jemand fett, hässlich und dumm ist und ihm das bisher nicht bewusst war, kann er endlich an sich arbeiten und das ändern. Prima, ein Hoch auf die Zeiten der Selbstoptimierung. Hey Kids, seid höflich, immer gut gelaunt, schlank, sportlich, fit, macht Abitur, studiert höchstens in Regelstudienzeit, inklusive Auslandssemester, sprecht zwei Fremdsprachen, habt saubere Fingernägel und wälzt euch in Kortison, falls ihr einen Pickel bekommt. Dann gibt es sicher auch positive Bewertungen in der App des Grauens.

Pizza soll Weltkulturerbe werden

Italien will die Pizza zum Unesco Weltkulturerbe machen. Zu Recht! Eine Huldigung an die Pizza:

Pizza-Nachtlicht Danke Steph Mantis.

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Schmuck

PizzaPouch186 Dank an Stupidiotic.

 

 

Fashion Show zum Träumen

In Paris ist mal wieder Fashion Week. Gefühlt ist das ja irgendwie dauerhaft. Und ständig trudeln auch skurrile Fotos von noch seltsameren Outfits und Locations ein. Diesmal sind mir aber zwei Bilder sehr ins Auge gesprungen.

Um zur Christian Dior Show zu kommen, führte der Weg durch eine Spiegelwand. Das ist der Traum eines jeden Instagramers!

488927-01-06 Foto: AFP

Alptraum ist hingegen diese Kniebemalung. Katzen sind fast immer gut – aber nicht auf den Knien.

3uzs3558 Foto: dpa

Knie1

Tücken eines Schaltjahres

Da dachten wir beim Jahreswechsel 2000 geht die Welt unter – oder zumindest, dass es technische Probleme geben könnte. Aber nein, der verflixte 29.2.2016 macht Probleme. Am Düsseldorfer Flughafen fiel die Software für die Koffer-Förderanlage aus. 1200 Gepäckstücke mussten per Hand sortiert werden. Ein Sprecher sagte der dpa: „Wir hoffen, dass wir das in vier Jahren besser machen.“ Wir lachen bis dahin weiter und bemitleiden die betroffenen Fluggäste.

Kleiner Trost: Die Schwebebahn am Flughafen ist ähnlich nervenaufreibend wie die Achterbahn Wilde Maus – einfach in den vorderen Bereich der Kabine stellen und runterschauen. So wird die Wartezeit zum Ausflug auf den Rummelplatz.