Archiv des Autors: Eva-Maria Weiß

Pegida freut Ferrero

Dass sich ein Unternehmen mal über die Pegidisten freuen wird, war kaum zu erwarten. Zumindest nicht von einem Unternehmen wie Ferrero. Doch die Marketingchefs dort dürften sich grad die Finger lecken. Nicht nur, dass die Packungen der Kinderschokolade mit Kinderfotos der Fußball-Nationalspieler sich eh wirklich gut verkaufen sollte, hinzu kommt noch ein Aufschrei der rechten Gruppierung, weil sie Gündogan und Boateng dort für fehl am Platz halten. Anscheinend haben einige Pegida-Anhänger nicht mal erkannt, dass es sich um die Nationalspieler handelt. Es folgt logischerweise der Anti-Pegida-Aufschrei. Ich unterstelle mal, dass Ferrero mit so viel Aufmerksamkeit nicht gerechnet hatte. Alles richtig gemacht!

 

Keine Pornos mehr für North Carolina

Das ist mal konsequent – und damit von einem Unternehmen (ok, auch von Politikern) eine Seltenheit. Das Porno-Video-Portal xHamster hat seine Seite für Nutzer aus North Carolina gesperrt. Dort ist gerade ein Gesetz mit sehr homophoben Beigeschmack in Kraft getreten. Bruce Springsteen hatte deshalb bereits sein Konzert in dem US-Bundestaat abgesagt.

In dem Gesetz geht es um die Nutzung öffentlicher Toiletten. Transgender dürfen demnäch nur Toiletten benutzen, die dem Geschlecht ihrer Geburtsurkunde entsprechen. Gleichzeitig verbietet es den Kommunen diesbezüglich eigene Verordnungen zu erlassen.

Es geht also auch ohne

Der Streit zwischen dem FBI und Apple um das Entschlüsseln eines IPhones, das einem der Attentäter von San Bernadino gehörte, hat sich erledigt. Allerdings nicht, weil einer der beiden nachgab, sondern weil es das FBI anscheinend schaffte das IPhone selbst zu entschlüsseln – mit Hilfe eines Dritten, so die Staatsanwaltschaft. Wer dieser Dritte ist und was er genau tat, bleibt offen. Man mag sich sogar fragen, ob es ihn gibt oder ob eine Allmacht des FBIs mit der Behauptung demonstriert werden soll. Vielleicht ist das aber auch nur meine naive Hoffnung, weil ich nicht möchte, dass mein Telefon entschlüsselt werden kann.

Apple selbst hat unterdessen ein kluges Statement abgegeben: „Apple glaubt fest daran, dass die Menschen in den USA und in der ganzen Welt ein Recht auf Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre haben. Das Eine für das Andere zu opfern, setzt Menschen nur noch größerer Gefahr aus.“

Auch Datenschützer begrüßten, dass Apple nicht vor Gericht dazu gezwungen wurde, das Telefon zu entschlüsseln. „Die Glaubwürdigkeit des FBI hat einen neuen Tiefpunkt erreicht“, erklärte Evan Greer von der Organisation „Fight for the Future“ der AFP. Die Ermittler hätten das Gericht und die Öffentlichkeit belogen, um einen „gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen, der uns alle weniger sicher gemacht hätte“.

mit AFP

ICQ kommt zurück

Ahoh – das Geräusch erinnerte ein bisschen an die Teletubbies, es war ja auch ungefähr die gleiche Zeit, als die Babysendung und der quasi Ur-Messenger in den 90ern starteten. Längst wurde ICQ aber von Skype oder WhatsApp überholt.

Nun will der Dienst wieder angreifen und bringt eine neue Version heraus. In der sollen Videotelefonie, Gruppenchats und die Übertragung von Daten bis zu vier Gigabyte möglich sein. ICQ kommt auch mit einem großen Emoji-Pakt daher und das ist das eigentliche, was mich wirklich auf die Durchsetzung nach Wiedereinführung hoffen lässt – früher gab es nämlich einen kotzenden Smiley und den vermisse ich bislang bei allen anderen Diensten. Sticker gibt es natürlich auch. Damals war der „I cant hear you“-Sticker sehr beliebt bei mir. Würde mir auch noch immer gefallen.

Ich habe sogar meinen Account noch, irgendwo auf dem Mac mit Adium verknüft. Wer macht mit bei der Reaktivierung?

Hier gibts die neue Version zum Runterladen.