Archiv der Kategorie: Stadtnetz

Instagram lässt in App Wechsel zu

Na endlich! Der Foto-Dienst Instagram lässt Nutzer jetzt in der App den Account wechseln. Bisher musste man sich dafür extra ab und anmelden. Für Leute, die einen privaten und einen beruflichen Zugang haben, ist das eine echte Erleichterung – so auch für uns Instagramer der Neuen Presse.

Prima Image für die Region

Die Region Hannover hat einen neuen Imagefilm vorgestellt. Es hat mich drei Anläufe gekostet, bis ich ihn zu Ende geschaut hab. Zwölf Minuten können lang werden. Und der Film lässt mich etwas ratlos stehen. Muss man einem seltsamen Quizmaster einen Anzug mit einem zerstückelten TV-Standbild anziehen? Zuschauer unter 35 Jahren kennen das Standbild doch gar nicht mehr. Quizshows sprechen überhaupt eher die Generation 50 plus an. Sollen mehr alte Menschen durch das Video angesprochen werden und als Touristen geworben? Hey, andere Städte setzen auf junge Unternehmen, Start-Ups – Hannover setzt auf Rentner!

Und muss die Frau wirklich einen blauen Morphsuit, blaue Perücke und knallrote Lippen tragen? Ein modernes Frauenbild sieht anders aus.

Schaut es euch selbst an…

Stadt Hannover goes Periscope

Gestern war Neujahrsempfang im Neuen Rathaus. Eine noch recht junge, aber schöne Tradition. Als ich bei Twitter sah, dass die Stadt die Rede von Stefan Schostok bei Periscope überträgt, war ich allerdings schon ein bisschen überrascht. So viel Neues ist man nicht gewohnt. Dabei hat Schostok auch schon aus Chagde live gestreamt – up to date.

Wie mans macht, macht mans falsch

Es ist eine bewusste Entscheidung gewesen diesen Blog in den vergangenen Tagen ruhen zu lassen. Das dominierende Thema in den Medien war Paris. Natürlich gab es auch im Netz eine Vielzahl an Memes, Bildergalerien und Karikaturen, die sich mit den Anschlägen auseinandergesetzt haben. Wichtiger erschien mir allerdings die konkrete Nachrichtenlage in den klassischen Medien und weniger einen Überblick zu geben, wie Menschen im Internet damit umgehen.

Doch die Kritik an diesem Umgang wird immer mehr – an gefühlt allem und jeder Art von Umgang. Ich liebe die Partizipationsmöglichkeit, die das Internet bietet. Öffentliche Kommunikation hat sich dadurch verändert, Informationen sind für immer mehr Menschen zugänglich, immer mehr Menschen können informieren, die Hoheit der Medien eine Nachrichten-Agenda zu bestimmen wird verringert – und auch wenn genau da mein Job liegt und mit den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten zu kämpfen ist, bin ich überzeugt davon, dass das Netz mehr Chancen als Risiken bietet.

Manchmal muss ich aber auch sehr schlucken, wenn ich den Browser starte. Kommentarfunktionen werden in diesem Land viel zu häufig genutzt, nur um Frust loszuwerden und zu kritisieren – und das wenig konstruktiv. Zum Thema Flüchtlinge und Hetze im Netz ist das bereits immer wieder besprochen worden. Nun, nach den Anschlägen in Paris, ist der Tonfall ein anderer, aber kritisiert wird doch sehr viel.

Bereits am Freitag Abend regten sich zahlreiche Nutzer bei Twitter auf, dass die ARD ihre Sportkommentatoren hängen lassen würde. Bestimmt war es nicht optimal, aber wie der Journalist Udo Stiehl ausführlich beschreibt, gibt es eben auch kein optimal in einem Krisenfall. Als die Germanwings-Maschine abstürzte, warf man den Medien vor zu viel zu berichten, obwohl es noch kaum gesicherte Aussagen gab. Nun war es den Zuschauern zu wenig. Wie mans macht, macht man es also falsch.

Das gilt inzwischen sogar für Privatpersonen. Facebook teilt sich in zwei Gruppen – die einen ändern ihr Profilbild in die Trikolore, die anderen posten Memes in denen es sarkastisch heißt: „Wenn noch eine Million Menschen ihr Profilbild ändern, gibt der IS auf.“ Das ist ungefähr genauso konstruktiv wie das Profilbild zu ändern. Beißt sich so nicht die Katze selbst in den Schwanz?

Wir sind Paris, wir stehen zusammen? Ja! Und bestimmt mit dem besten Wissen und Gewissen – da braucht es kein Zicken.

Kluge Biber

Zwischen Hannover und Sarstedt gibt es 13 Biber-Familien. Sie nagen herum, bauen Dämme und sind mit Sicherheit ziemlich niedlich dabei. Zu sehen bekommt man die Tiere allerdings eher nicht. Biber sind nachtaktiv, außerdem sind die meisten Biber-Burgen im Naturschutzgebiet und da darf man nicht neben der vorgegebenen Wege gehen.

Den Bauern macht der Biber ein bisschen Probleme – er ist nämlich ziemlich klug. Wenn ihnen ein Feld mit lecker Mais zu weit weg ist (weiter als 30 Meter trauen sie sich nicht aus dem Wasser), fluten die Tiere sich einfach mal ein eigenes Becken, das näher ran reicht. Die Äcker sind an den Stellen dann hinüber. Der Biber dafür samt Großfamilie satt.

Hier noch der Beweis wie klug und süß Biber sind:

http://zippysgifs.tumblr.com/post/53936932149/more-funny-gifs-at-zippys-gifs

Hannover wird nachgebaut – und alle wunderts

Wir haben den Maschsee, die hübsche Altstadt, das bunte Linden, die stilvolle Uni und sehr vieles mehr. Einiges davon wird nun in China nachgebaut. Ok, nur so ähnlich. Oder nur so sehr ansatzweise. Aber immerhin sollen die Straßen nach unserer Landeshauptstadt benannt werden. Die Chinesen wollen damit Firmen anlocken.

Manchen ist das sehr suspekt. „Das elektrisierende Hannover“ schreibt etwa der Blogger Schlecky Silberstein und meint das wohl äußerst ironisch. Die taz behauptet in Hannover sei nichts los, die Stadt würde nur existieren. Das ist natürlich Blödsinn. Hannover ist wundervoll – nur behalten die Hannoveraner das gerne für sich. Wissen wir ja, die hier leben. Wissen auch die Blogger der Stilnomaden. Es ist also langsam Zeit für Obacht! Nicht, dass wir hier bald von Touristen überrannt werden. Oder als nächstes in Las Vegas das Ihme Zentrum nachgebaut wird.

Chinesen bauen Hannover nach – Tagesspiegel