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Es geht also auch ohne

Der Streit zwischen dem FBI und Apple um das Entschlüsseln eines IPhones, das einem der Attentäter von San Bernadino gehörte, hat sich erledigt. Allerdings nicht, weil einer der beiden nachgab, sondern weil es das FBI anscheinend schaffte das IPhone selbst zu entschlüsseln – mit Hilfe eines Dritten, so die Staatsanwaltschaft. Wer dieser Dritte ist und was er genau tat, bleibt offen. Man mag sich sogar fragen, ob es ihn gibt oder ob eine Allmacht des FBIs mit der Behauptung demonstriert werden soll. Vielleicht ist das aber auch nur meine naive Hoffnung, weil ich nicht möchte, dass mein Telefon entschlüsselt werden kann.

Apple selbst hat unterdessen ein kluges Statement abgegeben: „Apple glaubt fest daran, dass die Menschen in den USA und in der ganzen Welt ein Recht auf Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre haben. Das Eine für das Andere zu opfern, setzt Menschen nur noch größerer Gefahr aus.“

Auch Datenschützer begrüßten, dass Apple nicht vor Gericht dazu gezwungen wurde, das Telefon zu entschlüsseln. „Die Glaubwürdigkeit des FBI hat einen neuen Tiefpunkt erreicht“, erklärte Evan Greer von der Organisation „Fight for the Future“ der AFP. Die Ermittler hätten das Gericht und die Öffentlichkeit belogen, um einen „gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen, der uns alle weniger sicher gemacht hätte“.

mit AFP

Form follows Function

Kurz hab ich überlegt, ob der 1. April ist. Im Apple Store gibt es plötzlich einen zusätzlichen Akku für das IPhone 6 zu kaufen. 119 Euro für bis zu 25 Stunden Laufzeit. Allerdings schaut das Teil nun wirklich nicht nach Apple aus.

Gerade kamen Gerüchte auf, dass Apple bei kommenden IPhone auf den Kopfhöreranschluss verzichten würde, um das Gerät noch schmaler zu machen. Nun bekommt es einen Buckel?

© Olli Waldhauer/www.olliwaldhauer.com

Brüste sind tabu

Bilder von Geschlechtsteilen und Fruchtbarkeitssymbole gab es schon als der Mensch noch in Höhlen wohnte, nackte Brüste auf Gemälden waren im Rokoko (das war im 18. Jahrhundert) unglaublich beliebt und zur Jahrhundertwende, als die Fotografie entstand, gab es bald Postkarten mit pornografischen Szenen, die unterm Ladentresen verkauft wurden.

Die Pornoindustrie hat sich immer sehr schnell neuen Formaten und Medien angenommen. Von der Fotografie über den Groschenroman zum Spielfilm und der VHS Kassette bis natürlich zum Internet. Doch mit Smartphones und Apps bekommt die Industrie nun ein Problem. Die großen IT-Konzerne, Facebook, Apple, Google und Co sperren Inhalte mit nackter Haut aus.

Auch der nächste Schritt in Richtung Virtual Reality wird kaum für Pornografie nutzbar sein, da die entsprechenden Inhalte vorwiegend über Apps laufen, hinter denen wiederum die IT-Konzerne stehen.

Nebenbei hat kürzlich der Playboy angekündigt auf erotische Fotos zu verzichten. Bei Facebook verbreitet sich ein Foto, das auf den Misstand aufmerksam machen will, dass Brüste tabu sind aber rassistische Kommentare nicht gelöscht werden.

Nackte Haut und Sex drohen damit in die tiefste Schublade des Tresens zu rutschen. Der Besuch im Museum ist dann bald ab 18 Jahren freigegeben. Für spezielle Kinderführungen werden kleine schwarze Balken aufgeklebt. Und im öffentlichen Raum tragen Skulpturen demnächst wetterbeständige Kleider.

Fotocredit: © Olli Waldhauer/www.olliwaldhauer.com

Er fehlt so sehr

Apple veröffentlicht mit iOS 9.1 ein weiteres Update. Neben einiger Fehlerbehebungen, gibt es auch 150 neue Emojis. 150 – und doch ist noch immer kein Emoji dabei, das kotzt. Es gibt einen Nerd, ein Einhorn, einen Stinkefinger, das ist alles prima! Aber ich möchte doch so oft mein Würgen zum Ausdruck bringen. Stattdessen kann ich meinen Freunden jetzt mitteilen, dass ich Geldscheine ausspucke – na schön wärs. An der Realität geht das bei mir vorbei. Er fehlt mir so, der Kotzsmiley!