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Pegida freut Ferrero

Dass sich ein Unternehmen mal über die Pegidisten freuen wird, war kaum zu erwarten. Zumindest nicht von einem Unternehmen wie Ferrero. Doch die Marketingchefs dort dürften sich grad die Finger lecken. Nicht nur, dass die Packungen der Kinderschokolade mit Kinderfotos der Fußball-Nationalspieler sich eh wirklich gut verkaufen sollte, hinzu kommt noch ein Aufschrei der rechten Gruppierung, weil sie Gündogan und Boateng dort für fehl am Platz halten. Anscheinend haben einige Pegida-Anhänger nicht mal erkannt, dass es sich um die Nationalspieler handelt. Es folgt logischerweise der Anti-Pegida-Aufschrei. Ich unterstelle mal, dass Ferrero mit so viel Aufmerksamkeit nicht gerechnet hatte. Alles richtig gemacht!

 

Keine Pornos mehr für North Carolina

Das ist mal konsequent – und damit von einem Unternehmen (ok, auch von Politikern) eine Seltenheit. Das Porno-Video-Portal xHamster hat seine Seite für Nutzer aus North Carolina gesperrt. Dort ist gerade ein Gesetz mit sehr homophoben Beigeschmack in Kraft getreten. Bruce Springsteen hatte deshalb bereits sein Konzert in dem US-Bundestaat abgesagt.

In dem Gesetz geht es um die Nutzung öffentlicher Toiletten. Transgender dürfen demnäch nur Toiletten benutzen, die dem Geschlecht ihrer Geburtsurkunde entsprechen. Gleichzeitig verbietet es den Kommunen diesbezüglich eigene Verordnungen zu erlassen.

Bei der Wahrheit bleiben

Es ist wohl die ureigenste Absicht aller Journalisten aufzuklären, ausgewogen zu berichten und die Wahrheit zu schreiben. Die Lügenpresse-Rufe sind schon deshalb hart zu verschmerzen. Jetzt kommt aber auch noch ein Mario Barth daher und macht mit seinem Tweet nahezu sprachlos. Zum einen gießt er damit ordentlich Öl in das Pegida-Feuer, zum anderen war es schon schlimm genug, dass er sich mit seiner Aufdecker-Fernsehsendung den Inhalten der Presse bedient hatte und diese als seine ausgegeben hat. Über jedes der dort aufgegriffenen Themen war zuvor mindestens in den lokalen Medien berichtet worden. Also lieber Mario Barth – mal schön bei der Wahrheit bleiben.

Ironie, Satire, Almanhass?

Unter dem Hashtag Almanhass twittern Nutzer über typisch deutsche Eigenheiten, teils ziemlich lustig, teils auch grenzwertig. Die Bild findet das gar nicht lustig und nimmt die Tweets anscheinend sehr ernst – vor allem die des Nutzers Can, der zum Almans abschlachten aufruft. Auf den Bildern von Can ist allerdings der Rapper Massiv zu sehen, der immer wieder mit antisemitischen Verschwörungstheorien für Shitstorms sorgte – das spricht doch sehr für absichtliche Provokation und gegen tatsächlichen Hass auf Deutsche.

Nach dem Hashtag Almanhass hat auch Jesuiscan die Top-Trendings erreicht. Darunter erklären Nutzer Can ihre Solidarität bzw schreiben sie einfach, dass sie den Witz verstanden haben.

Hier ein paar lustige Tweets:

Update: Massiv hat den Tweet mit seinem Foto inzwischen auch entdeckt.

 

10 000 Zeichen für Twitter

Twitter-Chef Jack Dorsey kündigt an, dass die Begrenzung auf 140 Zeichen pro Tweet fallen könnte.

Dabei ist doch genau das auch das Hauptmerkmal von Twitter. Unter dem Hashtag Twitter10K regen sich daher auch einige Nutzer auf.

Lustigister Tweet bisher ist allerdings dieser:

Filmgeschichte mit !!!

Habt ihr den Tatort gesehen? Falls nicht, solltet ihr dringend in die Mediathek schauen und es nachholen. Sonst verpasst ihr ein Stück deutsche Filmgeschichte!!! Behauptet Til Schweiger. Und wenn der das behauptet, dann muss es… nein…es muss nicht stimmen!!! Filmkritiker waren zumeist wenig begeistert. Die hätten keine Ahnung, meint der Til deshalb, zumindest nicht so viel wie er. Zu bezweifeln. Wovon der Schauspieler definitiv Ahnung hat, ist die Nutzung von Ausrufezeichen. Er beweist auch dieses Mal bei Facebook, dass mehr Ausrufezeichen dem Inhalt nicht automatisch auch mehr Tiefe verleihen…!!!

Tillllll

Twitter-Reaktionen zu Til Schweiger…!!!

Kein Jahr für Feuerwerk-Fans

Dieses Jahr ist wirklich bitter für Böller-Fans. Auf Facebook kursieren die Warnungen, dass doch bitte an die armen Hunde gedacht wird, die sich vorm Knall erschrecken. In der Nähe von Flüchtlingsheimen solle man sich mit dem Feuerwerk zurückhalten. Und nun bekommt auch noch Aldi Süd einen Shitstorm ab, weil eines der Silvester-Pakete, das es ab heute zu kaufen gibt, „Paris“ heißt.

Hey, die Pakete sind alle nach Städten benannt. Und wollten wir nicht alle so weitermachen wie bisher, dem Terror nicht nachgeben? Warum darf dann die Rakete, die hübsche Funken in den Himmel schießt, nicht Paris heißen? Nö, versteh ich auch als Nicht-Böller-Fan nicht.

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Der Challenge-Wahn zieht seine Runden

Platsch, da ist das Kondom gerissen. Schwanger werden kann man davon nicht. Das Präservativ soll bei diesem Internettrend schließlich zerreißen. Und dafür wird es unüblicherweise über den Kopf gezogen. Die Kondom-Challenge ist ein neuer Auswuchs des Mutprobenwahns im Internet: Ein Kondom wird als eine Art Wasserbombe über dem Kopf fallen gelassen. Bizarrer geht es eben doch immer.

Am Anfang stand die Ice Bucket Challenge

Die Liste der Challenges, die im Internet für Belustigung sorgen, ist lang. Am bekanntesten war wohl vergangenes Jahr die Ice Bucket Challenge, bei der sich Menschen in aller Welt einen Kübel mit Wasser und Eiswürfeln über den Kopf gegossen haben. Mit dabei waren zahlreiche Prominente wie Bill Gates, Mark Zuckerberg oder Helene Fischer. Damals hatte die Aktion allerdings einen ernstes Hintergrund – es wurden zum Spenden für die Erforschung der Nervenkrankheit ALS aufgerufen. Mehr als 100 Millionen Dollar sollen bei der ALS Stiftung eingegangen sein.
Doch das Kondom über dem Kopf ist ausschließlich für den Spaß des Zuschauers gedacht. Auch die Teilnehmer lachen sich schlapp, besonders wenn das Kondom nicht wie geplant platzt. Darin liegt aber auch die Gefahr des Netztrends, mit Gummi vorm Mund atmet es sich nicht sonderlich gut. Ist auch noch Wasser darin, kann das beim Lachen in die Lunge geraten. Was als lustig empfunden wird, liegt im Auge des Betrachters. Sogar noch gefährlicher war vor Kurzem die Challenge, bei der ein Kondom durch die Nase geschnupft wurde.

Planking, Frozen Chook und Schmerztabletten

Pubertäre Mutproben erschienen früher harmloser. Auf den höchsten Baum zu klettern oder vom zehn-Meter-Turm im Freibad springen war unbedenklicher, es gab allerdings auch keine Möglichkeiten, Videos von seinen mutigen Taten zu teilen. Jetzt kann jeder zuschauen, kommentieren und auf den meisten Plattformen auch Bewunderung oder Ablehnung ausdrücken. Der Challenge-Wahnsinn zieht seine Runden. Und die Herausforderungen steigern sich schnell ins Absurde.
Beim Planking ging es darum, sich gerade wie ein Brett auf möglichst spektakuläre Weise hinzulegen, beim Frozen Chook fielen die Hüllen. Nackt, zusammengerollt und die Arme wie ein Hühnchen vom Körper abspreizen, sich fotografieren lassen und online stellen – das war schon alles, was man tun musste.
Als Mutprobe galt auch die Schmerzmittel-Challenge. Jugendliche in Großbritannien sollen sich gegenseitig dazu aufgefordert haben, so viele Tabletten wie möglich zu nehmen. Dabei kann es zu tödlichen Nieren- oder Leberversagen kommen. Ob die Kids tatsächlich etwas so Riskantes zum Spaß machen, kann immerhin bezweifelt werden. Sucht man nach dem entsprechenden Hashtag, finden sich fast nur Warnungen vor dem Missbrauch von Schmerztabletten.

Porno-Parodie auf Dagi Bee

Vloggern, also Blogger, die Videos bei Youtube von sich zeigen, binden häufig über Challenges die Zuschauer mit ein. Allen voran die bei Jugendlichen äußerst beliebte Dagi Bee. Sie lädt ihre Fans regelmäßig dazu ein, bei Schmink-Challenges mitzumachen und eigene Videos davon online zu stellen. Immer dabei sind Produktpräsentationen. Kann ich mich mit dem neuen Make-Up einer bestimmten Firma in nur drei Minuten schminken? Wie viel Geld die 21-Jährige inzwischen fürs Sponsoring bekommen hat, ist nicht bekannt. Dafür muss sie nun hinnehmen, dass eine Pornodarstellerin sie parodiert – dabei hält Doggy Bee, wie sich Luna Love in dem Video nennt, die Wimperntusche ähnlich nah in die Kamera, die Herausforderung liegt allerdings nicht in der begrenzten Zeit, sondern darin, dass sich ein Mann gleichzeitig mit ihr vergnügt. Love gewinnt ihre Challenge, und ihr darf hinreichend komödiantisches Talent nachgesagt werden.